Culture Matters

Date 20.03.2025

Studierende der Sozialen Arbeit erforschen die Schnittstellen zwischen kultureller Bildung und Sozialer Arbeit

Im Rahmen der Lehrveranstaltung „Projektarbeit“ entstand das Projekt „Culture Matters – Soziale Arbeit und kulturelle Bildung“, bei dem sich Studierende des Bachelorstudiums Soziale Arbeit mit der Frage auseinandersetzten, wie kulturelle Bildung und Kulturarbeit in das Handlungsfeld der Sozialen Arbeit integriert werden können. In vier Gruppen aufgeteilt, wurde jeweils eine Einrichtung begleitet.

Die Studierenden beschäftigten sich zunächst theoretisch mit dem Begriff der Kultur sowie den damit verbundenen Theorien und Strömungen. Im Anschluss wurden durch Gastvorträge von Vertreter:innen verschiedener Kultur- und Sozialvereine praxisnahe Einblicke in die konkrete Arbeit der Vortragenden gegeben. Diese Auseinandersetzung ermöglichte es den Studierenden, ein tieferes Verständnis für die Rolle der Kulturarbeit in der Sozialen Arbeit zu entwickeln und deren Potenzial in der Praxis zu erkennen.

Maurice Munisch Kumar, Hochschullektor der Lehrveranstaltung „Projektarbeit“: „Im Projekt ‚Culture Matters‘ haben wir als Sozialarbeiter:innen einen Blick auf Kulturarbeit gewagt, wo für uns deutlich wurde, dass wir in unserer Profession viel Expertise mitbringen, z.B. Menschen bei soziokulturellen Projekten zu begleiten. Dadurch kann das Selbst gestärkt werden, sprich Selbstwirksamkeit und Selbstvertrauen gefördert werden - all das mit dem Ziel, dass in schwierigen Situationen Menschen dadurch ihren Alltag wieder unabhängiger gestalten können.“

Die Studierenden teilen ihre persönlichen Erkenntnisse und reflektieren, wie sich ihr Blick auf kulturelle Bildung im Laufe des Projekts verändert hat und welche Eindrücke sie aus ihrer Arbeit in den jeweiligen Einrichtungen mitgenommen haben.

Gruppe Kunst und Drüber: „Für uns ist der Begriff der kulturellen Bildung durch dieses Projekt nochmal viel vielfältiger und größer geworden, also dass Kultur nicht nur im Sinne von Ausgehen oder Konzerten verstanden wird, sondern auch in der Begleitung von Menschen. Auch die kulturelle Teilhabe von Menschen ist uns bewusster geworden, da eben nicht jede Person Zugang zu Ressourcen, wie etwa einer Töpferscheibe, Leinwänden oder sonstigen Materialien hat, um sich künstlerisch frei ausleben zu können.“

Gruppe Innsbruck Club Commission: „Uns ist durch das Projekt bewusster geworden, wie wichtig Räume und Veranstaltungen für Menschen sind. Orte der Begegnung zu schaffen, wo man sicher ist und sich wohlfühlt, wo man sich mit anderen Personen austauschen kann und sich in vielerlei Hinsicht bildet. Wo jede:r so sein kann, wie man ist“.

Gruppe spectACT: „Wir finden, dass definitiv eine Schnittstelle zwischen kultureller Bildung und sozialer Arbeit zu erkennen ist. Wenn man sich zum Beispiel das Forumtheater anschaut, kann man sehen, dass durch das Theater soziale Probleme sichtbar gemacht werden. Durch die aktive Beteiligung durch das Publikum können diese Probleme im Stück besprochen und angegangen werden. Auch wir in der Sozialen Arbeit versuchen gemeinsam mit Menschen Veränderungen mittels Partizipation möglich zu machen“.

Gruppe bilding: „Uns ist durch dieses Projekt bewusst geworden, dass die Bedeutung von kultureller Bildung immer weniger gesehen wird und dass vor allem im klassischen schulischen Umfeld das künstlerische Sein im Sinne kultureller Bildung häufig keinen Platz hat. Deshalb sind Orte wie das bilding wichtig, da Kinder und Jugendliche so einen Raum haben, in dem sie sich entfalten und ausdrücken können.“ 

<p>Eindrücke aus dem Projekt „Culture Matters“ © Tobias Pfindel</p>

Eindrücke aus dem Projekt „Culture Matters“ © Tobias Pfindel

<p>Eindrücke aus dem Projekt „Culture Matters“ © Lara Weitlaner/Gruppe spectACT</p>

Eindrücke aus dem Projekt „Culture Matters“ © Lara Weitlaner/Gruppe spectACT

<p>Eindrücke aus dem Projekt „Culture Matters“ © culture matters/Gruppe Kunst und Drüber</p>

Eindrücke aus dem Projekt „Culture Matters“ © culture matters/Gruppe Kunst und Drüber

<p>Eindrücke aus dem Projekt „Culture Matters“ © Lena Fischer/Gruppe bilding</p>

Eindrücke aus dem Projekt „Culture Matters“ © Lena Fischer/Gruppe bilding

<p>Eindrücke aus dem Projekt „Culture Matters“ © Lara Endesfelder/Gruppe ICC</p>

Eindrücke aus dem Projekt „Culture Matters“ © Lara Endesfelder/Gruppe ICC

<p>Eindrücke aus dem Projekt „Culture Matters“ © Tobias Pfindel</p>
<p>Eindrücke aus dem Projekt „Culture Matters“ © Lara Weitlaner/Gruppe spectACT</p>
<p>Eindrücke aus dem Projekt „Culture Matters“ © culture matters/Gruppe Kunst und Drüber</p>
<p>Eindrücke aus dem Projekt „Culture Matters“ © Lena Fischer/Gruppe bilding</p>
<p>Eindrücke aus dem Projekt „Culture Matters“ © Lara Endesfelder/Gruppe ICC</p>
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