Warum Hawaii?
Die Wahl für mein Auslandssemester wurde von vielen Faktoren beeinflusst. Akademisch hat mich besonders der Ausblick auf eine Verbesserung meiner Englischkenntnisse nach Hawaii gezogen. Am Ende des Studiums nochmal große Fortschritte in meinem Englischlevel zu machen, halte ich für sehr sinnvoll.
Persönlich hat mich besonders das Surfen nach Hawaii gezogen. Vor oder nach der Uni oder am Wochenende in einem tropischen Meer surfen zu gehen, ist ein Luxus, der sich mit dem Skifahren in Innsbruck vergleichen lässt.
Kulturell hat mir vor allem mein Vater diesen Ort empfohlen. Hier spielt die hawaiianische Kultur immer noch eine große Rolle. Die Identifikation der Einheimischen mit der Natur und dem Meer finde ich faszinierend und wollte ich näher kennenlernen.
Meine Lieblingslehrveranstaltung: Biomedical Instrument & Device Fabrication
Am besten hat mir die Lehrveranstaltung „Biomedical Instrument & Device Fabrication“ gefallen. Hier ging es um verschiedenste biomedizinische Geräte, zu denen jeweils ein Labor und ein Laborbericht gehörten. Die Professorin war sehr sympathisch und offen für Interaktion sowie Mitbestimmung des Inhalts unsererseits. Der Kurs hatte nur sechs Teilnehmer:innen, was die Atmosphäre äußerst privat und anpassbar machte. Vom Niveau her war es zwar zeitintensiv, aber machbar. Wir hatten ein sehr gut ausgestattetes Labor und einen interessanten Besuch in einem innovativen Krankenhaus.
Ein typischer Tag im Studentenleben
Das Unileben unterscheidet sich in einigen Punkten wesentlich von dem in Innsbruck am MCI. Die Kurswahl ist sehr flexibel, weswegen man in den meisten Kursen mit unterschiedlichen Menschen zusammensitzt. Die meisten Kurse beginnen erst um 10:30 Uhr und dauern ca. 1,5 Stunden. Wie viele Kurse man danach noch belegt, hängt vom individuell gewählten Stundenplan ab. Es gibt einige Studierende, die bis abends Vorlesungen haben, während andere – so wie ich – an vier Tagen die Woche Uni haben und freitags frei.
Morgens war ich meistens sportlich aktiv – surfen, joggen, schwimmen oder Beachvolleyball. Die Insel und die Leute hier sind sehr sportlich, und man findet immer jemanden, der mitmachen will. Freitags habe ich dann die Abgaben und Online-Tests erledigt, sodass das Wochenende meist komplett frei war, außer in der Klausurenphase.
Die Prüfungsstruktur unterscheidet sich ebenfalls. Es gibt Midterm-Prüfungen (ca. 20 % der Note) und Finals (weitere 20 %). Anwesenheit kann bis zu 20 % der Note ausmachen. Der Rest besteht aus Abgaben, Berichten und Mitarbeit. In einigen Kursen gibt es keine Prüfungen, sondern nur Laborberichte und Präsentationen.
Reisen und kulturelle Erlebnisse
Surfen ist ein Muss! Besonders in Waikiki (Longboard) und am North Shore (Shortboard). Wandern ist ebenfalls sehr beliebt, auch wenn es nicht meine größte Leidenschaft ist. Wer Zeit hat, sollte unbedingt auch die Nachbarinseln wie Maui oder Kauai besuchen – allerdings sind diese nur per Flugzeug erreichbar.
Weitere Highlights sind Hula-Shows, Surf-Contests oder auch abenteuerliche Aktivitäten wie Shark-Diving und Skydiving, um die Insel aus einer neuen Perspektive zu erleben.
Tipps für zukünftige Austauschstudierende
Soziale Kontakte: Viele Deutsche studieren hier, was am Anfang erleichternd ist. Dennoch sollte man sich aktiv bemühen, lokale Bewohner kennenzulernen.
Roadtrips: Ein verlängertes Wochenende bietet sich perfekt an, um die Insel zu erkunden.
Surf-Contests: Besonders im Winter sind die riesigen Wellen am North Shore spektakulär – als Zuschauer oder Teilnehmer.
Respekt für Einheimische: Die Hawaiianer:innen lieben das Meer und das Surfen – respektiert die lokalen Regeln und Traditionen.
Wohnsituation: Am besten in Waikiki oder Ala Moana wohnen. Andere Gegenden können entweder zu weit weg oder unsicher sein.
Kosten: Hawaii ist teuer. Rechnet mit mindestens 1.000 € Miete im Monat.
Fazit
Hawaii ist ein Paradies und ein unvergessliches Erlebnis für ein Auslandssemester. Die Kombination aus Natur, Sport und Bildung macht diesen Aufenthalt einzigartig!
Wasserfall in Hawaii © Fynn Buchsteiner
Landschaftsaufnahme von Hawaii © Fynn Buchsteiner
Bergkette in Hawaii © Fynn Buchsteiner
Vorbereitungen für eine Surfsession © Fynn Buchsteiner
Medizin-, Gesundheits- & Sporttechnologie | Bachelor
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